Tag des Handwerks
Kurz vor den Herbstferien fand am Donnerstag, den 29. Oktober 2026, für die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe erneut der „Tag des Handwerks“ statt. An insgesamt sechs Stationen erhielten sie spannende Einblicke in verschiedene Handwerksberufe und konnten dabei selbst aktiv werden.
Zu Beginn des Vormittags hielt Frau Wagner von der Handwerkskammer Niederbayern Oberpfalz einen Vortrag über die vielfältigen Karrieremöglichkeiten im Handwerk. Viele Schülerinnen und Schüler staunten nicht schlecht, als ihnen bewusstwurde, wie unverzichtbar handwerkliche Berufe für unseren Alltag sind. Ohne das Handwerk könnten beispielsweise keine Häuser gebaut, keine technischen Anlagen installiert und keine Fahrzeuge gewartet werden.
An der Station der Firma Bachner drehte sich alles um die Elektronik für Energie- und Gebäudetechnik. Obwohl das Unternehmen vor allem Industriebetriebe betreut und nicht im privaten Bereich tätig ist, durften die Jugendlichen einfache Lichtschalter installieren. Sie freuten sich besonders, als ihre Schaltungen funktionierten und das Licht tatsächlich anging.
Die Firma B+G Sanitär, Heizung, Klima zeigte u.a., dass dieser Beruf längst nicht mehr nur Männersache ist. Moderne Werkzeuge erleichtern viele Arbeitsschritte erheblich. So konnten auch die Schülerinnen problemlos Kupferrohre zuschneiden. Darüber hinaus erhielten sie Einblicke in chemische Untersuchungsmethoden und bestimmten anhand einer Kontrolllösung die Wasserhärte.
Bei Hauner Orthopädietechnik wurden fleißig Unterarme eingegipst. Dies stellte den ersten Schritt bei der Herstellung einer Orthese dar. Die glücklicherweise nicht medizinisch notwendigen Gipsverbände durften die Jugendlichen am Ende des Schultages als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Dabei wurde auch deutlich, wie zukunftssicher dieser Beruf ist. Zwar werden heutzutage einige Orthesen digital modelliert und mithilfe von 3D-Druckern hergestellt, die individuelle Anpassung an den Patienten bleibt jedoch Handarbeit und kann nicht durch Automatisierung oder Künstliche Intelligenz ersetzt werden.
Der Beruf bei Mipa trägt die offizielle Bezeichnung Fahrzeuglackierer. Ein Fahrzeug war an dieser Station jedoch nicht zu sehen. Das Unternehmen ist vor allem im Bereich Entwicklung tätig. Die Schülerinnen und Schüler konnten stattdessen die Technik des Lackierens auf kreative Weise ausprobieren und eigene T-Shirts gestalten. Im Laufe des Tages waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand ihrer individuell gestalteten Shirts leicht zu erkennen.
Eine weitere Elektrofirma setzte einen anderen Schwerpunkt: Die Firma Schmidbaur, die unter anderem Steuerungen für Getränkeabfüllanlagen und Solarparks installiert, präsentierte den Beruf des Automatisierungs- und Systemtechnikers. Während bei der Firma Bachner eher dickere Kabel verarbeitet wurden, war bei dieser Aufgabe präziseres Arbeiten gefragt: Flexible Drähte mussten sorgfältig auf einem Versuchsboard verkabelt werden. Dies zeigt, dass zwei – auf den ersten Blick – gleiche Berufe aufgrund der unterschiedlichen Fachrichtung sehr unterschiedlich sein können.
Das Autohaus Zacheus brachte ein Elektrofahrzeug mit in die Schule. Die Aufgabe der KFZ Mechatroniker„Praktikantinnen und Praktikanten“ bestand darin, einen Fehler in der Fahrzeugsteuerung zu finden. Dazu mussten die Schülerinnen und Schüler sogar Verkleidungsteile des Fahrzeugs demontieren und analysieren.
Der „Tag des Handwerks“ bot den Jugendlichen eine abwechslungsreiche Gelegenheit, verschiedene Berufsfelder kennenzulernen, praktische Erfahrungen zu sammeln und vielleicht sogar Ideen für ihre spätere Berufswahl zu gewinnen.
Wir bedanken uns recht herzlich bei allen beteiligten Unternehmen für die Zeit das große Engagement!





















