Wie die Mönche: Die Klassen 5a, 5b und 5e auf den Spuren mittelalterlicher Schreiber

Klappernde Tastaturen? Fehlanzeige! Im Religionsunterricht hieß es für die Klassen 5a, 5b und 5e: Feder statt Tablet, Tinte statt Tastatur.

Im Rahmen des Themas „Die Bibel“ begaben sich die Schülerinnen und Schüler auf eine kleine Zeitreise ins Mittelalter. Damals wurden Bibeln noch mühsam von Hand abgeschrieben. Diese Aufgabe übernahmen oft die Mönche in den Schreibstuben der Klöster. Mit viel Geduld und Konzentration entstanden so kunstvoll gestaltete Bücher, lange bevor es Drucker, Kopierer oder gar Smartphones gab.

Um diese Arbeit selbst zu erleben, verwandelten sich die Schülerinnen und Schüler für eine Unterrichtsstunde in junge Klosterschreiber. Mit Feder und Tinte schrieben sie ausgewählte Bibelsprüche auf selbst gestaltete Schriftrollen. Schnell wurde deutlich, dass die Mönche damals nicht nur viel Zeit, sondern auch eine ruhige Hand brauchten. Mancher Tintenklecks erinnerte daran, dass jeder Meister einmal klein angefangen hat.

Besonders viel Kreativität zeigten die Klassen bei der Gestaltung ihrer Werke. Die Anfangsbuchstaben wurden verziert, Rahmen gemalt und die Schriftrollen mit kunstvollen Mustern geschmückt – ganz nach dem Vorbild der reich verzierten Bibelhandschriften des Mittelalters. Jeder wählte einen Bibelspruch aus, der ihm besonders gefiel oder wichtig erschien.

Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur etwas über die Entstehung der Bibel lernen, sondern auch selbst erfahren, wie aufwendig das Schreiben vor vielen Jahrhunderten war. Nach diesen Unterrichtsstunden waren sich viele einig, dass es wohl eine Aufgabe für mehrere Monate wäre, ein ganzes Bibelbuch von Hand abzuschreiben.

So entstanden viele individuelle und beeindruckende Schriftrollen, die zeigen, dass Geschichte nicht nur gelesen, sondern auch erlebt werden kann. Vielleicht wurde dabei sogar der eine oder die andere kurzzeitig zum Klosterbruder oder zur Klosterschwester auf Zeit. Nur auf den Gesang in lateinischer Sprache wurde großzügig verzichtet.

Ein großes Lob an die Klassen 5a, 5b und 5e für ihre kreativen und gelungenen Arbeiten!